Konzept

Künstler_innen hinterfragen gewohnte Sichtweisen auf die Welt und experimentieren mit neuen Ausdrucksweisen. Ihr Handeln kann insbesondere für Kinder in der frühen Kindheit modellhaft sein, die sich noch weniger an vorgeprägten Schemata orientieren, sondern selbst erfundene ästhetische Sprachen schaffen. Eröffnen sich Kindern Möglichkeitsräume, um im Spiel und im ästhetischen Handeln ein Neuerkunden und Experimentieren zu realisieren, ergeben sich hieraus Bildungschancen.

 

Die breit gefächerte Weiterbildung "Kinder_Kunst_Räume" vermittelt pädagogische Kompetenzen zur künstlerischen Bildungsarbeit in der Kita und im Hort der Grundschule. Sie ermöglicht es den beteiligten Künstler_innen innovative Strategien zu entwickeln, um ihre spezifisch künstlerischen Sicht- und Handlungsweisen in die Bildungsarbeit mit Kindern einzubringen.

 

Teilnehmende werden herausgefordert, eigene künstlerische Denk- und Praxismodelle zu reflektieren und Kinder als Expert_innen ihrer Lebenswelten und Bildungsprozesse anzuerkennen. Die Vermittlung künstlerischen Handelns wird in der Weiterbildung als ein dialogischer Prozess verstanden, bei dem für Kinder und Künstler_innen gegenseitige Inspirationen und Neuerfahrungen entstehen können.

 

Die Weiterbildung befähigt bildende Künstler_innen in frühpädagogischen Kontexten künstlerische Bildungsangebote zu entwickeln und durchzuführen, die durch einen originär künstlerischen Zugang die Bildungs- und Entwicklungsprozesse der beteiligten Kinder aufgreifen und unterstützen. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer_innen ein qualifiziertes Zertifikat der Universität Erfurt und der Stiftung SPI. Das Abschlusszertifikat orientiert sich in seinen Kompetenzbeschreibungen am DQR (Deutscher Qualifikationsrahmen).